Pressespiegel
12 | 06 | 2010
Grundschulen: Lösung gemeinsam erarbeiten
Bürgermeister Kiß: „Noch keine Vorentscheidung getroffen"
Siegener Zeitung; Westfälische Rundschau; Westfalenpost
- Littfeld war die erste Station der Veranstaltungsreihe „Bürgermeister vor Ort - Walter Kiß im Gespräch mit den Bürgern", zu welcher der SPD-Ortsverein Littfeld/Burgholdinghausen eingeladen hatte. In Begleitung des Littfelder Bundestagsabgeordneten Willi Brase, der Littfelder Stadtverordneten Wolfgang Otto und Karl Heinz Schleifenbaum sowie mehrerer Ortsvereinsvorstandsmitglieder der SPD suchte Kiß zunächst die Irle Biegetechnik GmbH auf, um sich ein Bild von dem mittelständischen Betrieb zu machen. Die Firma, die laut Pressemitteilung der Genossen 26 Mitarbeiter beschäftigt, fertigt seit über 50 Jahren Flansche, Ringe und Sonderbiegeteile aus unterschiedlichen Materialien und Profilen. Ein Schwerpunkt der Fertigung und gleichzeitiges Alleinstellungsmerkmal ist das falten- und verzugfreie Biegen von Hohlprofilen.
Auf die derzeitige Wirtschaftskrise angesprochen, stellte Firmeninhaber Dipl-Ing. Kurt Lehmann mit Zufriedenheit fest, dass es gelungen sei, die bisherige Krise ohne Entlassungen zu meistern und dass die verbesserte Auftragslage Anlass für eine optimistische Prognose sei. Von den Kommunalpolitikern auf die örtliche Verkehrsanbindung angesprochen, wurden vom Firmeninhaber Optimierungsmöglichkeiten angeregt. „Gleichzeitig jedoch wurde übereinstimmend festgestellt, dass angesichts der finanziellen Lage der Kommune eine erhebliche Verbesserung der derzeitigen Situation nicht möglich ist", heißt es.
Im „Bürgertreff Kapellenschule" stellte Kiß sich sodann den Fragen der Littfelder Bürger. Zunächst ging er auf die aktuellen Themen der Kreuztaler Kommunalpolitik ein, um sodann insbesondere Littfelder Anliegen zu diskutieren. Dabei stand neben Themen wie einem Fußgängerüberweg an der B517, dem Bürgerbus, Straßen- und Radwegebau insbesondere die Entwicklung im Grundschulbereich im Vordergrund. Hier waren es vor allem die zahlreich erschienenen Lehrer und Eltern aus dem Nachbarort Krombach, die vom Bürgermeister „Planungssicherheit" für ihre Krombacher Grundschule wünschten.
Kiß machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass man angesichts der demographischen Entwicklung die Augen nicht verschließen könne, um durch geeignete strukturelle Maßnahmen einen geordneten Schulbetrieb im Interesse der betroffenen Kinder sicherzustellen. Er versicherte jedoch nachdrücklich, dass noch keine Vorentscheidungen getroffen seien, sondern Lösungsansätze gemeinsam mit den betroffenen Schulen und Eltern erarbeitet werden sollen.
Bei allen zu treffenden Entscheidungen, die insbesondere auch im Bereich der Kindertagesstätteneinrichtungen angesichts des verstärkten U3-Bedarfs einerseits und der demographischen Entwicklung andererseits zu treffen seien, müsse eine städtische Gesamtkonzeption unter strikter Beachtung des Gebots zur finanziellen Konsolidierung der städtischen Finanzen getroffen werden.
Breite Zustimmung der anwesenden Bürger fand laut SPD die zentrale Aussage des Bürgermeisters, dass das in der Vergangenheit praktizierte „Schuldenmachen" konsequent beendet werden müsse, um die Kreuztaler Finanzen mittelfristig wieder auf eine gesunde Grundlage zu stellen.
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