
Pressespiegel
30 | 05 | 2010
Bilanz in Buchform
DGB-Region blickt auf 60-jährige Geschichte zurück
Siegerlandkurier

- Historiker Dieter Pfau (Mitte) stellte das Buch zusammen. Als Zeitzeugen dienten Hartmut Weiß, Friedrich Burk, Willi Brase und Werner Möhl (v.l.), prägende Figuren in der 60-jährigen Geschichte der DGB-Region Südwestfalen. Foto: Tim Plachner
Es sollte nur ein Zwischenfazit sein. Doch nachdem feststeht, dass die DGB-Regionen abgeschafft werden, ist es eine Bilanz geworden: 60 Jahre Deutscher Gewerkschaftsbund im Siegerland, in Wittgenstein und in Olpe. Historiker Dieter Pfau hat die Geschichte in Buchform gebracht. Und er rückt die Bedeutung des DGB gleich ins rechte Licht: „Es war und ist eine der wichtigsten Massenorganisationen der Region." Aufgeteilt in vier Kapitel beschreibt er den Weg zur Einheitsgewerkschaft in den Jahren nach dem Krieg, die Konsolidierung zu Zeiten des „Wirtschaftswunders", die Bewährungsprobe in Zeiten der „Strukturkrise" bis zum Ende der 80er-Jahre und die anschließende Kräftebündelung zur Bewältigung des Strukturwandels. 120 Seiten dick, gespickt mit Zahlen, Daten, Fakten und Bildern, ist das Buch geworden. Willi Brase, der neben den „DGB-Haudegen" Hartmut Weiß, Friedrich Burk und Werner Möhl als Zeitzeuge und Regionsvorsitzender Material beisteuerte, nutzte die Präsentation für einen Rückblick: „Egal in welche Periode der 60 vergangenen Jahre man schaut - eines lässt sich festhalten: Wenn es drauf ankam, dann standen die Gewerkschaften Gewehr bei Fuß." Er erinnerte insbesondere an den Kampf um die Arbeitsplätze der Stahlindustrie Anfang der 90er-Jahre. Auch wenn es am Ende nur einen Teilerfolg gab, setzte das Siegerland doch unter Federführung des DGB unter anderem bei einer Menschenkette mit rund 15.000 Beteiligten ein deutliches Zeichen der Solidarität.
Interessierte erhalten das Buch beim DGB. Gegen eine Schutzgebühr ist es bald auch im Buchhandel zu haben.
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