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08 | 03 | 2010
Gleichstellung ist „ganz dringend"
DGB begeht den Weltfrauentag mit einem internationalen Kulturfest in der Dreisbachhalle - Krise nicht ausgestanden
Westfälische Rundschau; Westfalenpost
- Der Deutsche Gewerkschaftsbund lädt im „Agenda"-Jahr 2010 unter dem Motto „Kurs halten! Gleichstellung" zu Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag ein.
Ein internationales Kulturfest zum Frauentag findet am Samstag, 13. März ab 16 Uhr in der Dreis-Tiefenbacher Dreisbachhalle statt. Das Programm wird zusammen mit der Alevitischen Gemeinde Siegen und den Gewerkschaften IG Metall und ver.di gestaltet. Neben verschiedenen Musik- und Tanzgruppen wird eine Luftballonshow für Kinder dargestellt. Für das leibliche Wohl werden internationale Speisen angeboten. Der Eintritt ist frei. In den letzten Jahren sei es zu „erheblichen Verwerfungen" am Arbeitsmarkt gekommen, heißt es in der Pressemitteilung des DGB zum Weltfrauentag.
Frauen-Einkommen wird wichtiger
Immer mehr Frauen seien berufstätig, oft zu niedrigsten Löhnen, in unfreiwilliger Teilzeit, befristet oder in Minijobs. Gleichzeitig aber steige die Bedeutung der Einkommen der Frauen für die Familien, denn prekäre Beschäftigung und Arbeitslosigkeit betreffen auch immer mehr Männer.
„Noch ist die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise, die tiefe Spuren hinterlassen hat, nicht ausgestanden", sagt Willi Brase, Regionsvorsitzender der DGB-Region Südwestfalen. Die Spielräume für die Unternehmen und die öffentlichen Haushalte würden enger. Trotzdem steht für den DGB-Vorsitzenden fest, dass die Gleichstellung der Geschlechter in Wirtschaft und Verwaltung, in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf der Agenda bleiben muss. „Wir brauchen ganz dringend gleichwertige Lebens- und Arbeitsverhältnisse für Männer und Frauen", so Willi Brase.
Mindestlöhne und Gleichbehandlung
Deshalb fordere der DGB die Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse und deren Einbezug in die Sozialversicherung, die Einführung existenzsichernder gesetzlicher Mindestlöhne, eine gesetzliche Quotierung für Aufsichtsräte, das Recht auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr sowie gesetzliche Regelungen für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft.
INFO
„Equal Pay Day"
< SPD-Bundestagsabgeordneter Willi Brase unterstützt das nationale Aktionsbündnis „Equal Pay" für den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen und den „Equal Pay Day" am 26. März.
< Brase: „Es ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt 23 Prozent weniger verdienen als Männer." Die Bundesregierung wolle die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen bis zum Jahr 2020 auf zehn Prozent reduzieren. „Dies muss endlich auch umgesetzt werden."
< Info: www.equalpayday.de
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