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04 | 03 | 2010
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – jetzt!
Freiwillige Vereinbarungen haben bis heute die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern nicht geschlossen. Deutsche Frauen verdienen im europäischen Vergleich durchschnittlich 23 Prozent weniger!
- Der SPD-Bundestagsabgeordnete Willi Brase aus Siegen-Wittgenstein spricht sich mit Nachdruck für die zügige Gleichstellung bei der Entlohnung von Frauen aus. Die SPD-Bundestagsfraktion hat dazu den Antrag „Mit gesetzlichen Regelungen die Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben umgehend durchsetzen“ in den Deutschen Bundestag eingebracht, um Frauen zu echter Entgelt- und Chancengleichheit im Berufsleben zu verhelfen.
„Als Mitglied des Arbeitsgruppe Gleichstellung der SPD-Bundestagsfraktion ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass wir bei der Entlohnung von Frauen endlich zur Umsetzung des Prinzips „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ kommen. Es ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, dass laut Statistischem Bundesamt Frauen in Deutschland im Durchschnitt 23 Prozent weniger verdienen als Männer. Damit sind wir in Europa unter den Schlusslichtern. Das ist für ein modernes Deutschland ein Armutszeugnis und muss dringend behoben werden. Freiwillige Vereinbarungen haben nicht den erhofften Erfolg gezeigt. Wir brauchen feste Regeln. Zudem hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen bis zum Jahr 2020 auf zehn Prozent zu reduzieren. Dies muss endlich auch praktisch umgesetzt werden.“
Der Antrag fordert von der Bundesregierung die Umsetzung folgender Ziele:
• Verabschiedung eines gesetzliches Rahmenprogramms für den Arbeitsmarkt, dass die Entgelt- und Chancengleichheit von Frauen und Männern durchsetzt
• ein umfassendes Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft
• Frauenquote von mindestens 40 Prozent in Vorständen und
Aufsichtsräten
• Frauen für Männerberufe gewinnen und umgekehrt
• Gleichstellung in Forschung und Lehre durch gezielte Frauenförderung in Leitungsfunktionen voranbringen
• Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben verbessern
• Steuer- und Sozialgesetze geschlechtergerecht umbauen, damit sie die Erwerbstätigkeit von Frauen nicht behindern
„Ich unterstütze deswegen auch ausdrücklich den Aktionstag „Equal Pay Day“ am 26. März 2010“, betont Willi Brase. Der Equal Pay ist ein nationales Aktionsbündnis, welches sich den Abbau von Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen zum Ziel gesetzt hat. Das Aktionsbündnis setzt sich zusammen aus der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany, dem Deutsche Frauenrat (DF) und dem Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU). Das Bündnis will die Debatte über die Gründe der Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in die Öffentlichkeit tragen, Wege zur Überwindung der Unterschiede aufzeigen, sich für einen zügigen Ausbau der Kinderbetreuung einsetzen und insgesamt die Öffentlichkeit für das Problem sensibilisieren und mobilisieren.
Für weitere Informationen zum Equal Pay Day:
http://www.equalpayday.de
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Weitere Informationen: entgeltvergleich_eu.jpg





