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02 | 03 | 2010
„Väteraufbruch" beklagt Nachteile
Siegener Zeitung
- Der Verein „Väteraufbruch für Kinder", Kreisgruppe Siegen-Wittgenstein, hatte jetzt SPD-MdB Willi Brase und dessen Fraktionskollegin Christel Humme, stellv. Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, zu Gast. Thema war die Situation nichtehelicher Familien vor dem Hintergrund der gesetzlichen Regelung, dass Mütter bisher dem Vater die Sorge für gemeinsame Kinder verweigern konnten. Beide Politiker verwiesen auf die noch von der ehemaligen Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) in Auftrag gegebene Studie, deren Ergebnis bis Ende des Jahres vorliegen solle. Ein Vereinsmitglied habe zu bedenken gegeben, dass Väter „nur wegen ihres Geschlechts und fehlender Verheiratung als erziehungsunfähig hinzustellen, frustrierend und rechtlich problematisch" sei. Das Bundesverfassungsgericht habe 2003 die bestehende Regelung für rechtens erklärt. Zu oft werde mit möglichem Missbrauch und Gewalt argumentiert, was allerdings auch bei verheirateten Vätern und Müttern möglich sei, argumentierte der Verein. Brase wird in der Vereinsmitteilung so zitiert: „In Unterhaltsdingen ist einiges im Argen, was ich mit meinen Steuergeldern bezahlen muss."
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