Aktuell
05 | 03 | 2010
Für eine atomwaffenfreie Welt – Atomwaffen endlich aus Deutschland abziehen!
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Willi Brase aus Siegen-Wittgenstein hat sich hinter die Forderung des Koordinationskreises NPT 2010 gestellt, alle noch in Deutschland stationierten US-Atomwaffen abzuziehen. Gleichzeitig unterzeichnete er einen Brief an US-Präsident Barack Obama, in dem Parlamentarier aus Stationierungsländern taktischer US-Atomwaffen überparteilich zum Abzug dieser auffordern, damit eine Welt ohne Atomwaffen Wirklichkeit werden kann.
- „Als Mitglied der SPD ist es mir wichtig, eine atomwaffenfreie Welt zu erreichen, damit die Gefahr eines Nuklearkrieges aber auch die der unkontrollierten Weitergabe von Kernwaffentechnik gebannt wird“, begründete Willi Brase seine Unterschrift unter den Brief an Präsident Obama. Die Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag im Mai in New York müsse ein Erfolg werden, um die Weiterverbreitung von Atomwaffen wirksam zu unterbinden und den Frieden in der Welt sichern zu helfen. Bei den Verhandlungen im Mai müsse die Umsetzung der bereits 2000 von der NPT-Konferenz beschlossenen praktischen Schritte zur nuklearen Abrüstung und ein umfassendes Atomtestverbot erfolgen. Der NPT-Vertrag werde sonst ausgehöhlt. Ein Scheitern hieße, dass der Weg für ein atomares Wettrüsten mit immer mehr Atomwaffenstaaten frei wäre. „Ich fordere daher auch die Bundesregierung nachdrücklich dazu auf, bei unseren amerikanischen Partnern auf den Abzug der letzten US-Atomwaffen auf deutschem Boden in der Eifel zu drängen. Deutschland muss zeigen, dass es Kernwaffen nicht als Teil einer europäischen Sicherheitspolitik sieht und diese auch innerhalb seiner Grenzen nicht duldet“, erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete.
Der Koordinationskreis NPT 2010 ist ein Bündnis aus mehreren Friedensaktivisten/-organisationen und setzt sich für folgende Ziele ein:
• Abzug der letzten US-Atomwaffen aus Deutschland
• Stopp aller Modernisierungspläne für Atomwaffen und ihre Trägermittel
• Nein zu Atomwaffen in der neuen NATO-Strategie
• Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen
• Sicherheitsgarantien der Atomwaffenmächte gegenüber allen Nicht-Atomwaffenstaaten und atomwaffenfreien Zonen
Das Parlamentarische Netzwerk für Nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung (PNND) ist ein überparteiliches Forum für Abgeordnete im In- und Ausland zur Zusammenarbeit, zum Informationsaustausch, zur Entwicklung gemeinsamer Strategien und zur Beteiligung an Diskussionen und Initiativen für die nukleare Abrüstung. Es hat über 700 Mitglieder in 75 Ländern. Die meisten Mitglieder hat PNND in Australien (24), Belgien (22), Kanada (63), dem Europäischen Parlament (28), Deutschland (58), Italien (78), Japan (56), Neuseeland (44), Südkorea (19), dem Vereinigten Königreich (23).
Für weitere Informationen zum Thema:
http://www.atomwaffenfrei.de/startseite.html
http://www.npt2010.de/
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