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13. Januar 2012

Politiker zum Anfassen geblieben

Willi Brase zu Besuch beim Seniorenbeirat der Stadt Kreuztal
Zur ersten Sitzung im neuen Jahr hatte der Seniorenbeirat der Stadt Kreuztal den Bundestagsabgeordneten Willi Brase geladen. Der kam gern, „ich könnte hier ja schon selbst mitmachen“, sagte er zu Beginn gut gelaunt, um dann auf gewünschte Themen des Seniorenbeirates einzugehen. Die demografische Entwicklung birgt zahlreiche Herausforderungen für die Zukunft, die Infrastruktur im ländlichen Raum muss gestärkt und die Industrieregion Südwestfalen positiv besetzt werden, damit junge Menschen attraktive berufliche Perspektiven vor Ort haben. Die medizinische Versorgung und der große Bereich der Pflege werden in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen. „Es ist gut, dass wir älter werden, länger aktiv und mobil sind“, sagte Willi Brase und fügte ergänzend hinzu, “dass Pflegebedürftige und die zunehmende Zahl der Demenzkranken einen Anspruch auf Würde im Alter haben müssen“. Um in allen Bereichen der Pflege zu Verbesserungen zu kommen, brauchen wir endlich die neue Definition des Pflegebegriffes, die Entscheidung darüber schiebt die Bundesregierung vor sich her. Ein weiteres Augenmerk lag auf der gesetzlichen Rente, hier sieht Willi Brase nach wie vor die Aufgabe den „Generationenvertrag“ zu sichern. „Wenn wir eine vernünftige Ordnung am Arbeitsmarkt haben, dann stimmt auch der Generationenvertrag“. Dazu muss aus seiner Sicht wieder jede Arbeitsstunde sozial—und versicherungspflichtig werden. Minijobs waren bei ihrer Einführung dazu gedacht Spitzen in der Wirtschaft abzufangen, sollten aber nicht zur Dauereinrichtung für den Einzelnen werden. Ein vernünftiger Mindestlohn zur Bekämpfung des Niedriglohnsektors ist für ihn ebenso unerlässlich.
Aber auch Probleme in der Stadt Kreuztal wurden angesprochen. Kein Fahrkartenschalter mehr in Kreuztal, Veränderung der Fahrzeittaktung und das Wegbrechen naher Angebote in Littfeld wurde angesprochen. Kein Lebensmittelgeschäft, keine Kneipe und der Bürgerbus kommt auch nicht, konnte man aufzählen. Als Littfelder kennt Willi Brase dieses Dilemma natürlich, sagte aber auch, wenn ein solches Angebot nochmal zurückgeholt werden kann, muss es im Ort auch angenommen werden, sonst ist es schnell wieder verschwunden. Zum Abschluss einer lebhaften Diskussion bedankte sich der Vorsitzende des Seniorenbeirates und sagte, er sei der Politiker zum Anfassen geblieben, wie er es sich zu Beginn seiner Arbeit im Bundestag vorgenommen habe.