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PRESSESPIEGEL:
Großer Bahnhof für die Jubilare
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Siegen-Weidenau. Exakt 98 Urkunden überreichte Willi Becker. Der Fachbereichsleiter Beamtenpolitik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ehrte gemeinsam mit seinen regionalen Vorstandskollegen am Freitagnachmittag verdiente und langjährige Gewerkschafter.
Gelebte Solidarität
„Zusammen repräsentiert Ihr 4325 Jahre gelebte Gewerkschaftsgeschichte und ebenso viele Jahre gelebte Solidarität“, sagte er. Ausdrücke wie Solidarität und Kollegialität seien für sie keine Fremdwörter, „sondern Selbstverständlichkeiten“.
Der Funktionär ging aber noch weiter. Die Eisenbahner seien nicht nur engagierte Gewerkschafter. Vielmehr gehörten sie – zumindest die älteren Kollegen – zu den „Müttern und Vätern“ des Wirtschaftswunders: „Ihr habt nicht gejammert, sondern nach vorn geblickt und die Ärmel aufgekrempelt.“
Dass aber Wohlstand und insbesondere sozialer Frieden schnell in Gefahr sein können, stellte Willi Brase klar. Der SPD-Bundestagsabgeordnete und DGB-Regionsvorsitzende hält es für „eine Schande für diese Gesellschaft, dass es Menschen gibt, die arbeiten, davon aber nicht leben können“. Und er unterstrich erneut die Forderung des Gewerkschaftsbundes nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro.
Zudem, so forderte Brase, müsse Leiharbeit sozial gestaltet werden. „Und wenn das nicht geht, dann muss der ganze Laden verboten werden.“ Es gelte, geschlossen für die Rechte von Arbeitnehmern einzutreten.
Siegens stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Flohren lobte ebenfalls die langjährigen Gewerkschafter als „gutes Beispiel für Zusammenhalt und Verlässlichkeit der EVG“. Der organisierte Einsatz für soziale Gerechtigkeit im Land sei nicht selbstverständlich, hob sie hervor.
- Westfalenpost, Westfälische Rundschau -







