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PRESSEMITTEILUNG:

02. November 2011

Willi Brase (MdB) unterstützt die Initiative „handle-fair.de – Ihre Stimme gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln“

Während Finanzakteure vom Handel mit Lebensmitteln profitieren, steigt die Zahl der hungernden Menschen weltweit an.

 

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und das Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Willi Brase fordert dazu auf, sich an der Initiative „handle-fair.de – Ihre Stimme gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln“ zu beteiligen.

„Seit vielen Jahren handeln Banken und Fondgesellschaften selbst oder mit ihren Finanzprodukten verstärkt mit Agrarrohstoffen und treiben so die Preise für Nahrungsmittel nach oben. Das ist unmenschlich! Dies geschieht bei weltweit rund einer Milliarde hungernden Menschen und fast 130 Millionen Kindern unter fünf Jahren in Entwicklungsländern, die untergewichtig sind. Jährlich sterben mehr Menschen an Hunger als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. Auf Grund der Spekulationen mit Agrarrohstoffen steigen die Preise enorm an und somit hat sich die Zahl der hungernden Menschen zwischen Juni 2010 und Februar 2011 um rund 44 Millionen erhöht“, erklärt Willi Brase.


In Kenia kostet heute schon eine Tonne Getreide 50 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Folge davon ist, dass die Menschen bis zu 80 Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben müssen. Das tägliche Brot wird zum Luxusgut, die Menschen hungern. Vornehmlich wird an den Börsen mit Mais und Weizen gehandelt, wobei diese Geschäfte zu 95 Prozent rein spekulativ abgewickelt werden und somit eine tatsächlich Lieferung gar nicht gewollt ist.

 

„Dabei ist es nebensächlich, inwieweit die Deutsche Welthungerhilfe und der DIW auf unterschiedliche Berechnungen bezüglich der Nahrungsmittelpreise kommen. Fakt ist: Menschen schaden massiv anderen Menschen durch Spekulationen am Finanzmarkt“, so Willi Brase.


Die Initiative „handle-fair.de“ wurde 2010 ins Leben gerufen. Ziel ist es, dass Privatanleger, Banken und Fondgesellschaften sich von den betroffenen Finanzprodukten abwenden bzw. diese aus ihrem Angebot entfernen.

Weitere Informationen finden sich auf www.handle-fair.de.