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Stark für Gleichstellung

SPD-Bundestagsfraktion beim Equal Pay Day am Brandenburger Tor
Die Gleichstellung von Frauen und Männern in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft ist ein Menschenrecht. Daher bin ich Mitglied in der AG Gleichstellungspolitik der SPD-Bundestagsfraktion geworden – bin dort allerdings der einzige Mann. Gleichstellung ist für mich nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern Prämisse meines politischen Handelns. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich echte Gleichstellung nicht allein mit Appellen durchsetzen lässt. Ich unterstütze gesetzliche Initiativen, um die Rechte der Frauen in der Gesellschaft zu stärken.

Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verdienen Frauen in Deutschland rund 4,40 Euro pro Stunde weniger als ihre männlichen Kollegen. Somit liegt der Gender Pay Gap, also der prozentuale Unterschied bei den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten von Frauen und Männern, bei 23 Prozent. Frauen müssen den gleichen Lohn für gleiche und auch gleichwertige Arbeit erhalten. Daher brauchen wir in Deutschland einen flächendeckenden Mindestlohn, durch den eine gleichwertige Bezahlung speziell auch von Frauen gesichert wird.

Besonders Minijobs stellen für Frauen eine Falle dar, durch die sie in den Niedriglohnsektor gedrängt werden. Daher setze ich mich für eine Reform der Minijobs ein. Hier muss eine klare Arbeitsstundenbegrenzung festgeschrieben werden. Langfristig brauchen wir eine Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse.

Darüber hinaus muss ein wirksamer Schutz vor Armut im Scheidungsfall und im Alter durch ein Entgeltgleichheitsgesetz geregelt werden, welches bereits durch die SPD-Bundestagsfraktion erarbeitet wurde.

Als DGB-Regionsvorsitzender in Südwestfalen liegt mir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders am Herzen. Der Ausbau des Betreuungsangebots in den Kindertageseinrichtungen muss fortgeführt und intensiviert werden, damit noch mehr Frauen die Möglichkeit eröffnet wird, vollzeit zu arbeiten. Dagegen zeigen die Beschlüsse der schwarz-gelben Bundesregierung zum „Betreuungsgeld“ , dass das derzeitige Bundeskabinett weiterhin ein antiquiertes Rollenbild verfolgt.

Meine Position ist in dieser Frage eindeutig:
Frauen dürfen nicht vor die Wahl „Kind oder Karriere“ gestellt werden. Beide Wünsche müssen vereinbar sein und das nicht zu Lasten der Frauen.

Dokumente:
100 Jahre Weltfrauentag
Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen
Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben
Quotenregelung gesetzlich festschreiben