Willi Brase
Für Sie im Bundestag.

Meine Themen

Zukunftsperspektiven ländlicher Räume

Eine Politik für ländliche Räume ist für mich nicht nur die klassische Agrarpolitik der vergangenen Jahre, sondern eine integrierte sektorenübergreifende Politik, die regionale Besonderheiten in ihrer Vielfalt beachtet.

Neben einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Energie-, Land- und Ernährungswirtschaft ist eine vielfältige Wirtschaftsstruktur mit einer zukunftsorientierten Industriepolitik und einem verlässlichen Arbeitsplatzangebot zu fördern. Dabei gilt: Je vielfältiger der Branchenmix, desto weniger anfällig ist die örtliche Wirtschaft gegenüber konjunkturellen, saisonalen oder strukturellen Einflüssen. Dazu gehört auch der Tourismussektor: Eine hohe landschaftliche und kulturelle Attraktivität zieht Menschen an und ist für die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Räume eine wichtige Ressource. Ländliche Regionen sind vom demografischen Wandel und der Bevölkerungsabwanderung ganz besonders betroffen. Um die Lebensqualität der Menschen zu erhalten und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten, müssen wir die öffentliche Daseinsvorsorge mit innovativen Konzepten wie etwa mobilen Bürgerdiensten und flexiblen Mobilitätsangeboten sicherstellen. Landwirte und Landnutzer bewirtschaften unsere Kulturlandschaften und produzieren öffentliche Güter – dafür sind sie auch zukünftig angemessen finanziell zu unterstützen. Maßnahmen in den Klimaschutz, die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Bodenfruchtbarkeit, den Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz müssen besser entlohnt werden.

Die Entscheidung, im ländlichen Raum zu leben, hängt in hohem Maße davon ab, ob Arbeit und Einkommen, Lebensqualität und Perspektiven für die nachkommenden Generationen nachhaltig gestärkt werden können. Um diese Gestaltungsaufgaben zu bewältigen, setze ich mich für eine neu ausgerichtete Politik der ländlichen Räume ein, die ressortübergreifend und integrierend den Regionen ermöglicht, ihre Potentiale in Eigenverantwortlichkeit zu entfalten.

Das zentrale nationale Förderinstrument für die ländlichen Räume ist die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK). Aus den Mitteln der GAK werden Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume finanziert.

Jedoch berücksichtigt die aktuelle sektorale Ausrichtung der GAK nur ungenügend die spezifischen Anforderungen der in den ländlichen Räumen lebenden und arbeitenden Menschen. Im Koalitionsvertrag haben wir uns daher darauf verständigt, die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und Küstenschutz“ zu einer Gemeinschaftsaufgabe „Ländliche Entwicklung“ weiterzuentwickeln.

Nach meinen Vorstellungen muss eine neue Gemeinschaftsaufgabe passgenaue Maßnahmen zur Lösung der vielschichtigen Problemstellungen in den ländlichen Räumen einleiten. Dabei ist für uns die Umsetzung integrierter Entwicklungskonzepte ebenso wichtig, wie die Förderung der Interkommunalen Kooperation und die Unterstützung von Regionalfonds und Regionalbudgets. Erklärtes Ziel ist es, sämtliche europäische Fördermöglichkeiten für die neue Gemeinschaftsaufgabe nutzbar zu machen.

Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion


Willi Brase

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