Willi Brase
Für Sie im Bundestag.

Meine Themen

Gute Ausbildung

Über 60 Prozent der jungen Menschen beginnen jährlich eine duale Berufsausbildung. Damit ist sie ein zentraler Baustein der Fachkräfteausbildung in Deutschland und der Garant für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Wie gut das System ist, zeigt sich auch im internationalen Vergleich: Deutschland weist mit unter acht Prozent die europaweit niedrigste Jugendarbeitslosigkeit auf.

Die Jugendlichen absolvieren ihre duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Durch das im Arbeitsprozess integrierte Lernen haben sie nach dem erfolgreichen Abschluss die volle Berufsfähigkeit erlangt. Damit erhalten sie eine Lebens- und Arbeitsperspektive. 

Die abgeschlossene Berufsausbildung bietet attraktive und zukunftsfeste Berufsbilder und eröffnet Karriereperspektiven, in denen ein Aufstieg zum Meister, Techniker oder Fachwirt und zunehmend auch direkt zur Hochschule möglich ist. Glücklicherweise setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass die berufliche und akademische Bildung gleichwertig sind. Ziel muss es sein, dass man problemlos zwischen den beiden Bereichen wechseln kann – und zwar in beide Richtungen.

Als zuständiger Berichterstatter für Berufliche Bildung der SPD-Bundestagsfraktion ist es mir wichtig, dass dieses „ganzheitliche“ Berufsprinzip der dualen Ausbildung erhalten bleibt. Eine „Zerstückelung“ in einzelne Ausbildungsbausteine lehne ich ab. Denn hier würde nicht nur massiv die Qualität der Ausbildung leiden, sondern auch lohnpolitisch hätte eine solche „Modularisierung“ für die Auszubildenden gravierende Folgen.

Zwei Punkte stehen in naher Zukunft auf der Agenda der Berufsbildung. Das ist zum einen die Weiterentwicklung des bisherigen Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in die Allianz für Aus- und Weiterbildung. Hier geht u. a. um die von der SPD geforderten Umsetzung der Ausbildungsgarantie und somit um die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Ausbildungsplätzen. Wichtig ist in diesem Prozess alle an der beteiligten Akteure – Bund, Länder, Sozialpartner – mit ins Boot zu holen.

Zum anderen steht zur Stärkung der Berufsbildung die Evaluation und ggf. Novellierung des Berufsbildungsgesetzes auf dem Plan. Ziele sind dabei die Verbesserung der Ausbildungsqualität und Durchlässigkeit zwischen den Bildungswegen sowie die Bildung von Berufsfamilien.



Willi Brase

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